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Auf dieser Seite habe ich Daten und Fakten anlässlich der Eskalation wegen der von Israel verhängten Gaza-Blockade zusammengestellt. Israel behinderte im am 31. Mai 2010 gewaltvoll sogenannte "Friedensaktivisten", die aus mehreren Nationen solidarisch vereint auf einer Schiffsflotte angereist kamen (mittlerweile kam auch eine zweite an), um Hilfsgüter für das Not leidende Gaza zu bringen. Israel wird für seine harte Vorgangsweise gegen die angeblich friedlichen Passagiere, die leider auch Todesopfer forderte, von der ganzen Weltöffentlichkeit aufs Schärfste verurteilt. Weltweit finden aus diesem Anlass pro-palästinensische und anti-israelische Demos statt. Wutentbrannte, antisemitische Parolen werden in vielen Städten weltweit von hunderten, ja tausenden Demonstrationsteilnehmern verschiedener Colours skandiert, israelische Flaggen und Davidsterne brennen...

... jedoch keiner ist bereit, danach zu fragen oder in Diskussionsrunden darauf zu hören, was den jüdischen Staat zu seiner harten Haltung gegenüber Gaza bewegt. Der Flut von Medienberichten, die in diesen Tagen auf uns einströmt, möchte ich Fakten gegenüberstellen, über die die westliche Welt weniger bis gar nicht informiert wird, die aber auch Realität und Alltag im Nahen Osten sind..

Eine Frage, die sich viele stellen...
"DARF ISRAEL ALLES?"

In letzten Tagen waren die internationalen Medien voll von Berichten über "Schiffe mit Friedensaktivisten, die nach Gaza segelten", um dringend erforderliche humanitäre Hilfe und Bauenmaterialien nach Gaza zu liefern. Israels Gaza-Blockade stößt weltweit auf überwiegende Ablehnung und wird auf das Schärfste kritisiert. „Im ZENTRUM“ diskutierte am 6. Juni 2010 Ingrid Thurnher auf ORF2 die brennende Frage "Darf Israel alles?" mit...
  • Aviv Shir-On - Israelischer Botschafter in Wien
  • Annette Groth - Aktivistin „Free Gaza“, Mitglied des Deutschen Bundestages, DIE LINKE
  • Ursula Plassnik - ehem. Außenministerin, ÖVP
  • Viola Raheb - Palästinensische Friedensaktivistin
  • Samuel Laster - Journalist, „Die Jüdische“
  • Gerhard Hafner - Völkerrechtsexperte
  • Muhiddin Massoud - Vertretung der PLO in Wien
Nach dem Angriff auf die sogenannte Friedensflotte in internationalen Gewässern mit 9 Toten Aktivisten gehen die Emotionen hoch: Israel spricht von „Selbstverteidigung gegen eine Armada des Hasses“ und muss sich von seinen Gegnern dafür „Staatsterrorismus“ vorwerfen lassen. Die Aktion hat dazu geführt, dass Israel zunehmend international isoliert ist. Bisherige Verbündete wie die Türkei wenden sich ab, die UNO verlangt nachdrücklich eine lückenlose Aufklärung des blutigen Vorfalls und die Aufhebung der Blockade des Gaza-Streifens.
Die internationale Presse schreibt:

Libération
"Dient diese totale und unerbittliche Blockade den Interessen des jüdischen Staates? Das ist alles andere als sicher. Sie isoliert Israel diplomatisch ebenso wie den Gazastreifen physisch und (...) sie schwächt nicht die Unterstützung, über die die Hamas (in der palästinensischen Bevölkerung) verfügt. Wenn es darum ginge, Waffenlieferungen zu verhindern, würde es Kontrollmechanismen geben, die Militärmaterial blockieren und nicht Medikamente und Milchpulver."
Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ)
"Die desaströse Kommandoaktion Israels gegen die 'Solidaritätsflotte' für Gaza zeigt politische Wirkung. Die Blockade des nur etwa 300 Quadratkilometer kleinen und übervölkerten Stück Landes soll gelockert werden. Das wird nicht nur den dort lebenden Menschen ein Stück weit Erleichterung bringen, sondern auch Israel dabei helfen, den Imageschaden ein wenig auszubessern, den die blutig verlaufene Attacke auf das Schiff 'Mavi Marmara' weltweit angerichtet hat. Doch damit nicht genug: Man sollte in Jerusalem auch darüber nachdenken, ob die seit nun vielen Jahren wirkungslos gebliebene Taktik einer Einschnürung des Gazastreifens nicht ganz aufgegeben werden sollte. Der in den Händen der Hamas befindliche Soldat Gilad Shalit ist nicht freigekommen, und die Hamas hat sich nicht gemäßigt."
Stuttgarter Zeitung
"Vor der Küste von Gaza kreuzt ein neuer Hilfskonvoi. Es ist an Israel, eine Eskalation zu vermeiden. Israel steht mit dem Rücken zur Wand. Internationale Friedensaktivisten wollen heute im zweiten Anlauf versuchen, mit ihren Hilfsgütern die Seeblockade vor Gaza zu durchbrechen. Sie werden auf keinen Fall von ihrem Vorhaben ablassen, sehen sie doch nach dem blutigen und skandalösen Überfall israelischer Soldaten auf den ersten Schiffskonvoi die internationale Öffentlichkeit auf ihrer Seite. (...) Zur Lösung des Problems darf es nur auf friedlichem Wege kommen, will sich Israel nicht vollständig isolieren. Unter den Augen der Weltöffentlichkeit muss das Land beweisen, dass es zu Kompromissen bereit ist und nicht nur nach dem Recht des Stärkeren handelt."
Weltonline
"Tatsächlich hat die Blockade die Privatwirtschaft in Gaza fast komplett lahmgelegt. Da keine Rohstoffe nach Gaza gelangen, kann auch nichts produziert werden. Die Folge ist eine Arbeitslosenquote von mindestens 40 Prozent und die zunehmende Abhängigkeit der Bevölkerung von Hilfslieferungen verschiedener Wohltätigkeitsorganisationen. Fatouh hat dennoch Hoffnung: Wenn die Israelis nach der Kommandoaktion auf dem türkischen Schiff nun den Waffenschmuggel als zentrale Begründung für die Blockade anführten, sei das ein gutes Zeichen. Denn zur Unterbindung des Waffenschmuggels ließen sich andere Methoden finden. "Es glaubt doch niemand im Ernst, dass die Hamas aus Makkaroni Bomben baut."

BOARDING DER 'FREIEN GAZA' FLOTTILLE IN DER TÜRKEI...
Jürgen Gottschlich berichtet am 1.6.2010 im DER STANDARD
"'Allah u Akbar', schallt es über den zentralen Istanbuler Taksim-Platz, im Wechsel mit "Nieder mit Israel". Auf Transparenten wird Israel mit somalischen Piraten verglichen, andere fordern "Israel raus aus Nahost". Islamische Aktivisten, darunter viele junge Frauen im schwarzen Ganzkörperschleier, protestierten gegen den israelischen Militäreinsatz gegen den Hilfskonvoi für das blockierte Gaza. Waren es am Morgen erst einige hundert, die spontan ins Zentrum gekommen waren, strömen am Mittag bereits organisierte Massen zu Tausenden zum Taksim-Platz. Andere hatten sich bereits in der Nacht auf den Weg zum israelischen Konsulat gemacht, wo es bereits am frühen Morgen zu einer Straßenschlacht mit der Polizei gekommen war."
Beginnt wirklich so eine Demonstration von Friedenskativisten? -
Die Ereignisse vor der Küste von Gaza...


Dieses Video wurde von einem IDF-Marineboot aus nächster Nähe aufgenommen und zeigt Passagiere der "Mavi Marmara", einem der Schiffe der 'Freien Gaza' Flottille, welches aus der Türkei auslief. Nach vergeblicher Aufforderung der IDF den Kurs zu ändern, enterten IDF-Soldaten das Schiff.


31. Mai 2010 — Close-Up Footage of Mavi Marmara Passengers Attacking IDF

Eine Gruppe von Passagieren umgaben die IDF-Soldaten, schlugen sie mit Metallstangen und warfen einen Soldaten über Board. Einige Passagiere ergriffen von den IDF-Soldaten Pistolen und eröffneten das Feuer. Infolge der Angriffe wurden sieben IDF-Soldaten verletzt und neun Passagiere getötet. Die 'Freie Gaza' Flottille hatte auf ihren gewaltlosen Absichten öffentlich beharrt, jedoch wurde ihr gewaltsamer Angriff auf die IDF-Soldaten geplant.
Der israelische Journalist und Kriegsberichterstatter Ron Ben-Yishai befand sich auf einem Schiff der Armee, keinen Kilometer vom geenterten Schiff "Mavi Marmara" entfernt.

"ES GING UM TÖTEN ODER GETÖTET WERDEN"

Der international anerkannte Journalist Ron Ben-Yishai berichtet in einem derStandard.at-Interview, warum die Israelis "keine andere Wahl hatten, als zu den Waffen zu greifen". "Es ging um töten und getötet werden". Er begleitete IDF-Soldaten, weil er darüber berichten sollte, wie die Marine den internationalen Gaza-Hilfskonvoi enterte.
derStandard.at: Was wussten Sie im Vorhinein über den Einsatz?
Ron Ben-Yishai: Die Regierung hat gesagt - und das hat man auch die ganze Nacht über den Funkdienst mitbekommen -, dass der Hilfskonvoi kurz davor war, das Sperrgebiet zu betreten. Da sie dort nichts verloren hatten, wurden sie darum gebeten, umzudrehen oder die Richtung zu ändern. Ihnen wurde auch von Anfang an freundlich mitgeteilt, dass sie die Konsequenzen und die Verantwortung zu tragen hätten, wenn sie sich dafür entscheiden sollten, nicht kehrt zu machen.
Die Israelis haben ihnen im Vorfeld explizit gesagt, dass der Konvoi den israelischen Hafen Ashdod ansteuern soll und Israel anschließend unter internationaler Aufsicht die Hilfsgüter nach Gaza weiterbringen würde. Genau das tut Israel ja derzeit auch. Anfangs gab es aus dem türkischen Schiff überhaupt keine Antwort, dann hieß es, dass sie sich nicht davon abbringen lassen würden. Dass sie die Blockade durchbrechen werden und Israel für den weiteren Verlauf verantwortlich sein würde. Das war Stunden, bevor die israelische Marine die "Mavi Marmara" geentert hat.

derStandard.at: Warum ist das Entern des Schiffes aus dem Ruder geraten?
Ron Ben-Yishai: Der Marine fehlten die Informationen über die Passagiere, die an Bord des Marmara-Passagierschiffs waren. Insgesamt waren rund 600 Leute an Bord, und die meisten von ihnen, sicher über 500, waren auch wirklich politische Aktivisten, Parlamentsabgeordnete, Vertreter von Hilfsorganisationen. Es waren aber auch andere dabei: Organisiert hat sich auch eine sehr gewaltbereite Gruppierung, darunter waren viele Türken, aber auch Jemeniten, Indonesier, Marokkaner, Nigerianer und andere. Die hatten Waffen mit, vor allem Messer jeder Art, Eisenstangen, Steinschleudern - Instrumente, die sehr wohl Schaden anrichten können. Instrumente, die Friedensaktivisten in der Regel nicht bei sich tragen.
Diese Gruppe hatte sich zuvor organisiert, um die israelische Einheit aus dem Hinterhalt anzugreifen. Sie wussten, dass die Armee das Schiff entern würde. Ihr Ziel war es, Israel zu provozieren. Sie haben Israel dazu gebracht, Gewalt anzuwenden und haben Israel so in Verlegenheit gebracht. Die Armee hat das vorher nicht gewusst, das war ein großer Fehler des Geheimdienstes. Deshalb haben die Soldaten anfangs auch nur Paintball-Pistolen bereitgehalten.
Das gesamte Interview mit Ron Ben-Yishai über die Ereignisse aus nächster Nähe ist hier veröffentlicht.

HATTE ISRAEL VIELLEICHT EINEN PLAUSIBLEN GRUND GEGENÜBER DER TÜRKISCHEN FLOTTE MISSTRAUISCH ZU SEIN?

Nachfolgendes Video zeigt Israels Marine, als sie am 4. November 2009 das Frachtschiff "Francop" vor der Küste Israels abfing und nach Ashdod lotste. Auf dem Schiff waren 36 Behälter geschmuggelter Waffen versteckt zwischen 500 Tonnen Zivilladung. Sie wurden vom Iran geliefert und waren für Terroristengruppen in Gaza bestimmt zum Angriff von Israel. Damals hatten die internationalen Medien des Westens nichts darüber zu berichten.

4. November 2009The Israel Navy intercepted the "Francop" cargo ship, which was laden with roughly 500 tons of weapons hidden amongst civilian cargo. The 36 weapons containers were sent from Iran and meant for the Hezbollah terrorist organization in Lebanon. For further information on how the interception occurred and what was uncovered, see the official IDF announcement bit.ly/2fE9Nv
 
Vielleicht hätte dieses Video vom 4. November 2009 somanchen gutgläubigen Friedensaktivisten, der an Bord der Flottille war, eine andere Sicht der Vorgänge um Gaza vermittelt, wenn die Medien darüber aufgklärt hätten.


Seriöse Medien berichten darüber, dass eigentlich die Not in Gaza lange nicht so groß ist, wie weltweit immer behauptet wird. - "Natürlich gibt es Armut in Gaza. Es gibt aber auch Armut in Teilen Israels."

DIE LÜGEN DER MEDIEN UND NGO'S ÜBER GAZA
wie Tom Gross sie sieht. (Auszugsweise aus dem Englischen übersetzt am 10.6.2010.)

Der BBC-Weltdienst rühmte sich, dass sein globales Nachrichtenpublikum von 220 Millionen Personen pro Woche angestiegen ist und er sich zum größten Nachrichtenfernsehsprecher in der Welt lancierte.
Und doch scheitern die BBC wie auch andere Medien, über die neuen Phantasierestaurants und Schwimmbäder von Gaza, über die Konkurrenz an Gaza's Stränden oder von gefüllten Geschäften und Märkten zu berichten.
Nein, das würde ihre Tagesordnung verderben. Das Manipulationsspiel der BBC ist leicht nachvollziehbar und könnte jede Nachrichtenagentur betreiben, hätte sie genug Mittel von Steuerzahlern zur Verfügung. Sie könnte Berichte über Teile Londons, Manchesters oder Glasgows verfassen und derart veröffentlichen, als ob es auch in Großbritannien eine humanitäre Katastrophe gäbe. Sie könnten die gleiche Wirkung erzielen, wenn sie vernachlässigte Stadtteile und heruntergekommene Wohngegenden in Paris oder Rom, in New York oder Los Angeles mit selektivem Blick filmen würden.
Natürlich gibt es Armut in Gaza. Es gibt aber auch Armut in Teilen Israels. Wann war das letzte Mal ein ausländischer Journalist in Israel, verließ das komfortable Restaurant eines 'King David Hotels' oder 'American Colonie-Hotels' in Jerusalem, um südlich von Tel Aviv zu fahren, damit er aus den Armenvierteln der Städte des Negev, Netivot oder Rahat berichten kann.
Die Art und Weise wie BBC und andere einflussreiche Nachrichtenargenturen weltweit Zuschauer absichtlich und systematisch einen falschen Eindruck vermitteln, dass Leute in Gaza hungern und dass nur Israel Schuld an dieser Armut sei, dient nur dazu, den Hass auf den jüdischen Staat zu vergrößern.


TONY BLAIR'S SCHWÄGERIN BEHAUPTET
"GAZA IST DAS GRÖSSTE KONZENTRATIONSLAGER IN DER WELT"


Die britische Journalistin Lauren Booth veröffentlichte am 3.Oktober 2008, dass die Situation in Gaza geradezu wie ein "Konzentrationslager" sei und fügte hinzu, dass sich die "humanitäre Krise in Gaza auf der Ebene von Darfur" befinde. - Ihre Stellungnahme war eine ungeheuerlichen Beleidigung für Holocaust-Überlebende.
Ihr Schwager und Nahost-Quartett-Gesandter Tony Blair teilt ihre Ansichten nicht. Ihre Schwester, Tony Blair's Frau Cherie, machte dennoch einmal Anmerkungen, dass palästinensische Selbstmordanschläge gegen israelische Schulbusse gerechtfertigt zu sein scheinen, entschuldigte sich jedoch später für diese Bemerkungen.
Dieses Foto der AFP (Agence Frankreich Presse) zeigt Lauren Booth, die in einem Lebensmittelgeschäft in Gaza einkauft wenige Tage bevor sie ihr "israelisches Konzentrationslager"- Statement machte.

Bildquelle vergleiche:
CAMERA snapschot: Lauren Booth
veröffentlicht am 12.09.2008.

Sieht es in diesem Einkaufsladen wirklich wie in Auschwitz oder in Darfur aus?
Der Betrachter soll sich darüber seine eigene Meinung bilden!


Lauren Booths schreibt für mehrere britische Zeitungen, einschließlich des Daily Mails, Neuen Staatsmannes, der Post am Sonntag und Sunday Times und ist häufig zu Gast bei der BBC.

Auch folgendes Promotion-Video des luxeriösen first class ROOTS CLUB  im Herzen von Gaza City vermittelt wahrlich nicht den Eindruck eines Konzentrationslagers.


10. Mai 2009 — A unique blend of contemporary design and urban chic, Roots Club is an icon in the heart of Gaza City. This multi-use complex - which includes an international cuisine fine dining restaurant, an elegant banquet hall and a terrace café - is just minutes from Gazas key attractions, shopping facilities, and business center. It is only 200 meters away from the white sand Gaza beach.

Wer Zweifel an der Echtheit dieses Videos hat, kann auch den Webauftritt des Clubs von Gaza City besuchen.
Ein weiterer Hinweis von Aufschwung in Gaza...

GAZA ERÖFFNET SEIN ERSTES SCHWIMMBAD VON OLYMPISCHER GRÖSSE
veröffentlicht am Dienstag 18.05.2010 von MA'AN NEWS ACENCY

Die palästinensische Nachrichtenagentur "Ma'an", die sich neben Arabisch und Hebräisch auch in Englischer Sprache als "Your Gateway to Palestine" an die westliche Öffentlichkeit wendet, berichtete über die Eröffnungsfeier seines ersten Olympia-Norm Schwimmstadiums, das von der islamischen Gesellschaft As-Sadaka Club feierlich eingeweiht wurde. Gaza Minister, Mitglieder des Palästinensischen Legislativrates, Führer der islamischen und nationalen Bewegung, sowie Club-Mitglieder und Sportler waren zur Eröffnungsfeier anwesend. Generalsekretär der Islamic Society Nasim Yaseen dankte den Spendern, die zur Verwirklichung des Projekts beigetragen haben. Israel verfügt hingegen über kein Schwimmbad in annähernd entsprechender Größe.

Viele Hinweise und Bilder zeugen von einer positiven wirtschaftlichen Entwicklung in Gaza. Zum  Verständnis dient nachfolgender Erlebnis- und Situationsbericht von Tom Gross über das Westjordanland und Gaza nach seiner Rundreise im Herbst 2009.

Building Peace Without Obama's Interference
DAS VERSPRECHEN EINES UNABHÄNGIGEN PALÄSTINAS WIRD MIT ISRAELISCHER HILFE ENTWICKELT
Tom Gross, Wallstreet Journal
. 2.12.2009.

Es ist fast unmöglich, in diesen Tagen den Fernseher oder das Radio einzuschalten oder eine Zeitung zu öffnen, ohne über die düsteren Aussichten für einen israelisch-palästinensischen Frieden oder die schrecklichen Lebensbedingungen der Palästinenser zu erfahren. Sogar neutrale Nachrichtenreporter wiederholen regelmäßig dieses traurige Märchen. "Sehr wenig ändert sich die Lage für die palästinensischen Menschen", berichtete der Kairoer BBC-Korrespondent Christ Fraser seinen Zuhörern dreimal täglich 45 Minuten lang.
Tatsächlich aber könnte nichts weiter von der Wahrheit entfernt sein!

Bildquelle vergleiche: www.paltoday.ps veröffentlicht am 26.11.2009.

Tom Gross berichtet, er war in Nablus unterwegs, der größten Stadt des Westjordanlandes. Diese Stadt pulsiert voll Energie und Leben. Zeichen des Wohlstands werden überall sichtbar, wie er es in den Jahren zuvor noch nie erlebt hatte.
Als er im Büro von Ahmad Aweidah saß, einem höflichen britisch-geschulten Bankier, der die palästinensische Wertpapierbörse anführt, sagte dieser zu Gross, dass 2009 die Nablus Aktienbörse nach Schanghai weltweit bisher das zweitbeste Ergebnis erzielen konnte. Das Büro von Aweidah befindet sich direkt über dem Palastwohnsitz des palästinensischen Milliardärs Munib al-Masri, dem wohlhabendsten Mann im Westjordanland.
Später sprach Gross mit Bashir al-Shakah, dem Direktor des glanzvollen neuen Kinos von Nablus, in dem in diesen Tag vier der letzten Hollywooderfolge gespielt wurden. "Der grösste Teil des Kinos war ausverkauft", bemerkte der Kinobetreiber und fügte stolz hinzu, dass das Kino seit seiner Eröffnung im Juni bereits Treffpunkt für Filmfestspiele war.

MEHR MERCEDES ALS IN TEL AVIV
Beim Durchwandern der Innenstadt von Nablus sah Gross volle Geschäfte und Restaurants und viele teure Autos auf den Straßen. Tatsächlich zählte er beträchtlich mehr BMWs und Mercedes, als er bespielsweise in der Innenstadt von Jerusalem oder Tel Aviv gesehen hat.
Wichtig sei anzumerken, dass zwischen Jerusalem und Nablus keine israelischen Kontrollpunkte mehr vorhanden sind. Die Regierung Benjamin Netanyahus ließ alle auf Grund einer Aufforderung von Präsidenten George W. Bush entfernen. Es gab nur einen einzigen Kontrollposten auf dem Rückweg am Stadtrand von Jerusalem, jedoch die junge Sicherheitsbeamtin winkte ihm und den beiden Palästinensern, mit denen er reiste, beim Passieren einfach durch.
Als er Hebron besuchte, waren die Geschäfte und Restaurants der Stadt ebenso voll. Er war überrascht Villen zu sehen, die in ihrer Größe vergleichbar sind mit jenen an der Cote d'Azur oder Bel Air. Das Leben in Ramallah ist zwar besser, dennoch ist es auch in Hebron sehr schwierig, in einem guten Restaurant einen Tisch zu bekommen. Neue Apartmenthäuser, Banken, Broker-Firmen, Luxusautoalleinvertretungen und Gesundheitsklubs können besucht werden. In Qalqilya, einer weiteren Stadt im Westjordanland, die früher ein Ort von Terroristen und Bombenbauern war, konnte man das allererste Erdbeerbeet abernten und noch rechtzeitig vom lukrativen Weihnachtsgeschäft in Europa profitieren. Lokale palästinensische Bauern werden von israelischen Landwirtschafts-Experten geschult und Israel beliefert sie mit Bewässerungsanlagen und Schädlingsbekämpfungsmitteln.

EINE NEUE GEPLANTE STADT
Nördlich von Ramallah soll bald die neue palästinensische Stadt Ruwabi errichtet werden. Vor zwei Wochen unterstützte die israelische Wohltätigkeitsorganisation "Jüdischer Nationalfonds" mit 3.000 Baumsämlingen ein neues Erholungsgebiet aufzuforsten. Israelische Experten helfen den Palästinensern, öffentliche Parks und andere Stadtannehmlichkeiten zu planen.
Die offizielle PLO Nachrichtenagentur Wafa berichtete kürzlich von einem Rekordtourismus in der Palästinensischen Autonomie. Im 3. Viertel des Jahres 2009 wurden in 89 Hotels 135.939 Hotelübernachtungen gebucht. Fast die Hälfte der Gäste kommt aus den Vereinigten Staaten oder Europa.
Das palästinensische Wirtschaftswachstum wies in einem Jahr, das von der Wirtschaftskrise beherrscht war, eindrucksvolle 7 Prozent gemäß des IWF auf. Der palästinensische Premierminister Salam Fayad, selbst ein ehemaliger Weltbank- und IWF-Angestellter, teilte mit, dass es tatsächlich 11 Prozent sind, die teilweise mit Hilfe starker Wirtschaftsleistungen im benachbarten Israel erlangt wurden.

NEIN, KEIN KONZENTRATIONSLAGER
Auch in Gaza sind Geschäfte und Märkte reich gefüllt mit Waren aller Art. Bilder der arabischen Website Paltoday sind jedoch keine Bilder, die jemals von BBC, Le Monde oder Der New York Times veröffentlicht werden würden. Nein, die Lage in Gaza wird in diesen Medien mit einem "Konzentrationslager" verglichen und die "humanitäre Krise in Gaza auf die Ebene von Darfur" gestellt, weil es die britische Journalistin Lauren Booth und Schwägerin von Tony Blair so behauptet hat.


Bildquelle vergleiche: www.paltoday.ps veröffentlicht am 26.11.2009.

RANDDEBATTEN ÜBERALL AUF DER WELT
Die Wahrheit jedoch ist, dass derzeit ein unabhängiges Palästina mit israelischer Hilfe errichtet wird. So lange sich die Obama Regierung und europäischen Politiker nicht unbeholfen einmischen, wie sie es in der Vergangenheit getan haben und unrealistische Anforderungen stellen, um den Prozess schneller zu vollendenden, ist der Naohst-Analyst Tom Gross überzeugt davon, dass das Ergebnis ein positives sein wird.
Israelis und Palästinenser werden sich nie über Grenzen, die jeden zufriedenstellen, einigen können. Aber das bedeutet nicht, dass sie niemals in Frieden leben werden können. Nicht alle Deutschen und Franzosen stimmen überein, über die Kontrolle des Elsaß. Polen und Russen, Slowenen und Kroaten, Briten und Iren, überall auf der Welt haben Völker und Nationen ihre 'Randdebatten', aber das hält sie nicht davon ab, miteinander zu koexistieren.

Tom Gross ist Nahost-Experte und ehemaliger Jerusalem-Korrespondent der Sunday Telegraph. Er publiziert ebenso im Wallstreet Journal (auszugsweise aus dem Englischen übersetzt von Angelika Schlackl am 10.6.2010.)

Weltonline sieht die Sache jedoch anders als Tom Gross und interpretiert Israels Motive folgender Maßen:
"Während im Gazastreifen die wirtschaftliche Entwicklung gehemmt wurde, sollte ein von Israel geförderter Wirtschaftsboom im Westjordanland den Neid der Bevölkerung von Gaza erregen und zu einer Revolution gegen die Hamas führen."
Israel kann sich jede Mühe geben, den Frieden zu fördern, Medien unterstellen dem jüdischen Staat eine negative Haltung.

Dem Leser sei es nun selbst überlassen, sich eine Meinung darüber zu bilden, ob im von der Weltöffentlichkeit aufgeheizte Nahost-Konflikt nicht altbekannte antisemitische Stereotypen eine wesentliche Rolle spielen.

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